Arising Realm Review

Stockholm Syndrom –„Intoxicated“
(Eigenproduktion)

Selten sagte ein Bandname so viel aus, wie im Falle des österreichischen Quintetts Stockholm Syndrom. Die Jungs zocken astreinen schwedischen Deathmetal mit rasend schnellen Gitarrenläufen, schönen Soli und moderaten akustischen Einsprengseln. Für Abwechslung ist somit gesorgt. Stockholm Syndrom wissen zudem wann es Zeit ist, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. „Slaughter“ beispielsweiße glänzt mit tonnenschweren Riffs und hypnotischen Strukturen. Gesanglich gibt sich Nermin sehr viel Mühe und versucht stets, seine Stimme so oft es geht zu variieren. Die Rhythmus-Sektion spielt tight, der Schlagzeuger versteht sein Handwerk nur zu gut. Dass die Jungs derzeit noch ohne Deal sind, kann ich mir nur so erklären, dass es leider in diesem Genre an höchster Übersättigung krankt. So bleiben durchaus gute Bands auf der Strecke, die sich eine etwas größere Bühne als den Underground verdient hätten. Die Österreicher gehören hier mit Sicherheit dazu, denn die fünf auf „Intoxicated“ vertretenen Songs ragen über dass Mittelmaß klar hinaus, auch wenn sie nicht wirklich neue Akzente setzen können. Gut gespieltes Hartmaterial erwartet euch, sofern ihr den Compliation-Beitrag dieser österreichischen Truppe auf unserer beigelegten Cd ancheckt.
(mf)

8,5/10 Punkte